Flöter und Kuh nach Manegold von der Vogelweide

Flöter und Kuh nach Manegold von der Vogelweide

Flöter und Kuh 

       nach Manegold von der Vogelweide

  • 21 cm mal 29 cm, Hochformat

  • Ölkreide auf Papier

Manegold von der Vogelweide ist ein fiktiver Bruder des Dichters Walther.
Hier habe ich einen mittelalterlichen Stil imitiert. Ein Rahmen aus blauen, gelben und roten Karos zieht sich um das Bild.
Mittelalterliche Kunst zeichnet sich durch ihre fehlende Perspektive aus. Man wollte sich von den heidnischen Vorbildern deutlich absetzen. Deshalb wurde eine neue Kunstform geschaffen. Wie auf Kinderzeichnungen wird alles dargestellt, was dem Maler wichtig erscheint.
Auf meinem Bild sitzt ein Flöter im Schneidersitz an einem Fluss. Er trägt ein lila Gewand und einen blauen Hut. Ein Fisch schwimmt auf den Flöter zu und scheint ihn anzulächeln. Ein zweiter schwimmt vorbei. Der Flöter sitzt im Schatten eines Baumes, der von rechts ins Bild ragt. Links von dem Flöter grast eine Kuh.

Ob der Flöter ein Kuhhirte ist?
Unwahrscheinlich, dafür ist er viel zu gut gekleidet. Ich halte ihn eher für einen Forscher. Er untersucht den Einfluss der Musik auf Tiere. Der Fisch wiegt sich in Sicherheit. Aber ich gebe keine Garantie darauf, was der hinterlistige Flöter vorhat.
Vielleicht hat er hinter dem Baum eine Angel oder ein Fischernetz versteckt. Der Fisch sollte sich mit der Kuh verbünden. Stattdessen lässt er sich von dem Gedudel einlullen.
Die Kuh ist hier unvorteilhaft klein abgebildet. Aber es handelt sich um keine anatomische Studie. Die Kuh kann es wahrscheinlich locker mit dem Flöter aufnehmen. Sie sollte ihn verscheuchen und sein verstecktes Netz zertrampeln.

ArtGedeck Michéle Pinkernel

@2023 - ARTGEDECK, Michèle Pinkernell

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